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Wette verloren, den Titel gewonnen

Pfälzischer Merkur vom 22.02.2010

LAZ-Speerwerfer Till Wöschler erneut Deutscher Jugendmeister – Daniel Clemens gewinnt Stabhochspringen

Zwei Gold- und eine Bronzemedaille ist die Bilanz des LAZ Zweibrücken bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Halle.
Till Wöschler und Daniel Clemens gewannen im Stabhochsprung und Speerwerfen, während Sarah Krieg Dritte im Speerwurf wurde.
Von Merkur-Redakteur
Werner Kipper

Zweibrücken.  
Till Wöschler und Daniel Clemens vom Leichtathletikzentrum (LAZ) Zweibrücken wurden gestern ihrer Favoritenstellung bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Halle gerecht.
Sowohl der 18-jährige Speerwerfer als auch der Stabhochspringer sicherten sich mit  71,36 Meter beziehungsweise 5,30 Meter den Titel. Für die Überraschung sorgte Speerwerferin Sarah-Cathrin Krieg, die als Siebtbeste (42,65 m) angereist war, und sich die Bronzemedaille mit 45,17 Meter sicherte.
Ihr Trainer Matthias Brockelt war schier aus dem Häuschen, da sie in fünf Würfen ihre Bestweite übertraf. Die Ursache sah der Diplom-Sportlehrer darin, dass er den Anlauf,  „im Training hat nichts geklappt“, umgestellt hatte.  Verschmerzen konnte Titel-  verteidiger Till Wöschler, dass  er eine Wette gegen seinen  Trainer Brockelt verloren hatte.  „Bei jeder Weite über 72 Meter,  die sich Till zum Ziel gesetzt  hatte, hätte ich zahlen müssen“,  klärte der LAZ Trainer auf. Allerdings war er, angesichts der  Bedingungen bei dichtem  Schneetreiben, mit der Leistung seines Schützlings zufrie-  den, der sich damit, wie Daniel  Clemens, die Teilnahme am  DLV-Länderkampf am Samstag,  6. März, im italienischen Ancona gesichert hat. 

„Till war etwas müde in den  Beinen“, erkannte Brockelt.  Doch im fünften Versuch übertraf er als Einziger die 70-Meter-Marke, womit er seinen  schärfsten Konkurrenten Flori an Janischek (68,08 m) klar distanzierte. „Die Bedingungen  waren grenzwertig. Da der Abwurfbereich sehr  rutschig war, hat  das meine Technik beeinflusst“,  betonte der 18-  Jährige.   Einen spannenden Wettkampf  lieferte Daniel  Clemens ab. Aufgrund der geringeren Fehlversuche setzte er sich gegen Carlo  Paech (SV Neuendorf) mit 5,30  Meter durch. „Der Wettkampf  war sehr anstrengend. Eigent-  lich hätte ich gedacht, dass Carlo gewinnt, da ich in der Vorbe-  reitung länger krank war.“ Der  Dritte der U 18-WM scheiterte  drei Mal an seiner neuen Hallenbestleistung von 5,40 Meter.  Sehr zufrieden war LAZ-Trainer Helmut Kruber: „Daniel hat  einen starken Wettkampf abgeliefert und alle Höhen ab 4,80  Meter im ersten Versuch gemeistert. Er ist der bessere  Wettkämpfer als Carlo.“  Zufrieden zeigte sich Kruber  auch mit Michaela Donie, die  mit 4,00 Meter als Vierte eine  neue Hallenbestleistung auf-  stellte. Die Belohnung folgte  seitens des DLV auf dem Fuße.  Die 16-Jährige darf als beste B-  Jugendliche zur Jugend-Olympiade in Moskau reisen. „Endlich hat sie einmal gezeigt, was  sie kann“, lobte der Trainer.  Das traf auf Lukas Hallanzy  zu, der im Stabhochsprung-  Wettbewerb mit 4,70 Meter eine neue Bestleistung aufstellte  und über 4,80 Meter „nicht  chancenlos“ (Kruber)  war. Jan-Rio Krause,  der noch technische  Mängel offenbarte,  übersprang 4,55 Meter.

Dagegen haderte  Helmut Kruber mit  Franziska Kappes, die  als Neunte Bestleis-  tung mit 3,55 Meter  sprang. „Sie gehört  technisch zu den besten Springerinnen, aber die bio-  mechanischen Auswertungen  haben ergeben, dass sie im Anlauf noch schneller werden  muss.“ Ohne gültigen Versuch  blieb Evelyn Fomenko. 

Nicht zurecht kam mit dem  glatten Ring Marc Brendamour,  der weit unter seiner Bestleis-  tung von 51,63 Meter blieb. 60-  Meter-Hürdensprinter Jan  Rothhaar schied im Zwischenlauf mit 8,31 Sekunden als Fünfter aus (Vorlauf 8,28). 

 

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